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Von Schwandorf nach China

Aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland sind ausländische Fachkräfte ein wichtiger Teil für die zukünftige Versorgung im Therapie- und Pflegebereich. Gemeinsam mit ihrem Partner vor Ort hat die Döpfer Gruppe deshalb nun eine Niederlassung ihrer Fort- und Weiterbildungsakademie im chinesischen Chengdu gegründet.

„Internationalisierung, also die Gewinnung ausländischer Fachkräfte, spielt auch im Gesundheits- und Sozialbereich eine wichtige Rolle“, weiß Hubert Döpfer, Gründer und Träger der gleichnamigen Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Schwandorf. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist etwa die Gesamtbeschäftigung in Pflegeberufen seit 2013 um 26% gestiegen – seit 2022 wird dieses Beschäftigungswachstum ausschließlich von ausländischen Personen getragen, so das IAB. Durch die älter werdende Gesellschaft steigt die Nachfrage nach Pflege- und Therapiekräften.

Die Döpfer Gruppe, die bereits im Bereich ihrer Berufsfachschulen mit internationalen Partnern zusammenarbeitet, um Schüler vor allem für die Pflegeausbildung anzuwerben, hat Anfang November auch eine Niederlassung ihrer Fort- und Weiterbildungsakademie in Chengdu in der südwestchinesischen Provinz Sichuan eröffnet.

Austausch in beide Richtungen
Mit mehreren staatlichen und privaten chinesischen Bildungsgruppen schloss das Schwandorfer Unternehmen ein Projekt-Kooperationsabkommen, das es chinesischen Schülern ermöglicht, international anerkannte Ausbildungsmöglichkeiten zu erhalten, um ihnen den Einstieg als zukünftige Fachkräfte ins deutsche Gesundheits- und Sozialsystem zu ermöglichen.

Aber Döpfer engagiert sich auch auf dem chinesischen Markt: Mit Train-the-Trainer-Programmen an chinesischen Colleges und Universitäten vermittelt die Döpfer Akademie angehenden Lehrkräften das Know-how rund um die Altenpflege in Deutschland und die Expertise der Gruppe im Bereich der Therapieberufe. Auch dieser Sektor soll durch den Döpfer-Stützpunkt in Chengdu nun effektiv und zielgerichtet ausgebaut werden.

Ein großes Kooperationsfeld
Neben der Anwerbung und der Unterstützung bei Qualifikationsprüfungen oder Regelungen zur Aufenthaltsgenehmigung von Auszubildenden aus China, aber auch etwa aus Marokko, der Türkei, Ägypten, Vietnam, dem Iran oder Indien, kümmert sich Döpfer zudem um Anerkennung bereits ausgebildeter internationaler Fachkräfte in Deutschland. „Wir sorgen via Anpassungslehrgang oder Kenntnisprüfung für eine nachhaltige Anerkennung und Berufserlaubnis in Deutschland“, sagt Michael Karp, Leiter des International Office (IO) der Döpfer Gruppe. „Hier arbeiten wir eng mit deutschen Arbeitgebern im Pflege- und Therapiebereich zusammen.“

Ein weiteres großes Kooperationsfeld ist die Zusammenarbeit der ebenfalls zur Gruppe gehörenden HSD Hochschule Döpfer mit internationalen – aktuell vor allem chinesischen – Hochschulen. Hier stünden konkrete Verhandlungen an, um einen internationalen Doppelabschluss des chinesischen Bachelorstudiengangs Rehabilitationstherapie und des deutschen B.Sc. Therapiewissenschaften an der HSD zu ermöglichen, so Karp, und sagt weiter: „Auf diesem Weg kann sich die HSD spürbar internationalisieren und ausländische Studierende in nennenswerter Zahl akquirieren. Zeitgleich arbeitet der IO-Zweig der HSD an einer eigenen Hochschulzugangsprüfung, die die Immatrikulation ausländischer Studierender deutlich erleichtern wird.“

Die Zusammenarbeit ausweiten
Neben der Berufsaus- sowie Weiterbildung und Anerkennung ist vor allem eins für ausländische Fachkräfte wichtig: Sprachkenntnisse. Auch hier setzt die Döpfer Gruppe in ihren deutsch-chinesichen Kooperationen an, indem sie chinesische Schüler bei der Erlernung der deutschen Sprache unterstützt. Darüber hinaus soll perspektivisch eine eigene Sprachenschule gegründet werden, um alle Zielgruppen aus dem Ausland entsprechend sprachlich weiter zu qualifizieren. „Egal ob Ausbildung oder Studium, deutsche Sprachkompetenz ist die Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Einstieg als Fachkraft in unseren Gesundheits- und Sozialbereich“, sagt Michael Karp und wirft einen Blick in die Zukunft: „Unser neuer Standort in Chengdu ist ein erster großer Schritt auf dem internationalen Parkett und dient als Blaupause für andere Partner, zum Beispiel in Vietnam und in Indien, die Zusammenarbeit in dieser Form auszuweiten.“

Michael Karp (Mitte), Leiter des International Office (IO) der Döpfer Gruppe, in Chengdu, China.

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